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15.09.11 14:30

BNetzA: Versorgungsverpflichtungen für NRW und Saarland erfüllt

Wie die Bundesnetzagentur jetzt bekannt gab, gelten die Versorgungsverpflichtungen für den Frequenzbereich um 800 MHz in Nordrhein-Westfalen sowie im Saarland als erfüllt. Damit haben die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 in beiden Bundesländern freie Hand bei seiner Nutzung. Ab sofort darf somit auch LTE im Frequenzbereich um 800 MHz (LTE-800) in Ballungsgebieten ausgebaut werden.

Mit dem Erwerb der Nutzungsrechte für den Frequenzbereich haben sich die Mobilfunkunternehmen verpflichtet, diesen zunächst zur Versorgung des ländlichen Raums einzusetzen. Im Vorfeld wurden durch die einzelnen Bundesländer Listen von mit Breitband unterversorgten Städten und Gemeinden zusammengestellt, die bevorzugt erschlossen werden müssen. Für Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt 62 solcher Kommunen erfasst. Dabei hat der Ausbau nach Prioritätsstufen gestaffelt zu erfolgen, die sich an den Einwohnerzahlen orientieren. Für den Frequenzbereich um 1800 Mhz existieren keine vergleichbaren Verpflichtungen. So betreibt die Telekom bereits seit Juni 2011 ein LTE-1800-Netz in der Kölner Innenstadt.

Die Meldung der Bundesnetzagentur bedeutet allerdings nicht, dass jetzt jeder einzelne Haushalt in Nordrhein-Westfalen über einen breitbandigen Internetzugang verfügt: Zum einen sind die Mobilfunkunternehmen nur dazu verpflichtet, 90% der Bevölkerung auf einer Prioritätsstufe zu versorgen. Zum anderen werden Regionen, die nicht zu den ursprünglich erfassten 62 Kommunen gehören, bei der Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen nicht berücksichtigt.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth (Bild), bewertet den Fortschritt des Ausbaus aber eindeutig positiv. "Ich freue mich, dass nach so kurzer Zeit bereits in zwei Bundesländern die Versorgungsauflagen erfüllt werden. Die Unternehmen haben nach der Versteigerung schnell mit dem Breitbandausbau begonnen, sodass dieser zügig voranschreitet. Ich erwarte, dass die Frequenzen auch nach der Freigabe effizient genutzt werden", so Kurth.


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